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Evaluationsbogen-Vorlage: Feedbackbogen für Veranstaltungen und Seminare

08.10.2026 · 10 min Lesezeit · Von Felix Schwencke
Zuletzt aktualisiert: October 8, 2026

Evaluationsbogen-Vorlage als Word-Datei: 16 Fragen für Veranstaltungen und Seminare, mit Erklärung, was jede misst. Kostenlos, wir schicken sie dir per E-Mail.

Inhalt

    Diese Evaluationsbogen-Vorlage ist ein Feedbackbogen für Veranstaltungen und Seminare als Word-Datei: 14 Fragen für jede Veranstaltung und zwei zusätzliche für Seminare und Fortbildungen. Unten findest du jede Frage im Wortlaut und zu jeder, was sie misst und welche Entscheidung du mit der Antwort triffst.

    Die meisten Feedbackbögen fragen viel und messen wenig. „Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?“ bringt eine freundliche Zahl, aus der sich nichts ableiten lässt. Ein brauchbarer Bogen stellt nur Fragen, deren Antwort etwas verändert: das Programm, die Auswahl der Vortragenden, den Ablauf am Einlass oder die Location der nächsten Ausgabe.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jede Frage im Bogen gehört zu einer Entscheidung. Findest du zu einer Frage keine, streiche sie.
    • Die Aussagen sind als Ich-Sätze formuliert. So passt der Bogen, ob du deine Teilnehmenden duzt oder siezt.
    • Jeder Punkt der Skala ist beschriftet, von „trifft gar nicht zu“ bis „trifft voll zu“. Eine unbeschriftete Skala von 1 bis 5 lesen manche wie Schulnoten und andere umgekehrt.
    • Die Frage nach der Weiterempfehlung (0 bis 10) liefert den Net Promoter Score. Er lässt sich über mehrere Ausgaben vergleichen, solange der Wortlaut gleich bleibt.
    • Wie jemand von der Veranstaltung erfahren hat, fragst du bei der Anmeldung ab. Im Feedbackbogen kostet die Frage nur Zeit.

    Die Evaluationsbogen-Vorlage als Word-Datei

    Die Vorlage ist eine Word-Datei (.docx), und wir schicken sie dir per E-Mail: Fordere sie über „Vorlage anfordern“ auf dieser Seite an. Du öffnest und bearbeitest sie in Word, LibreOffice oder Google Docs.

    Im Kopf stehen drei Felder: Veranstaltung, Datum und, falls du einzelne Termine auswertest, die Session oder das Seminar. Darunter folgt die Skala, dann die Fragen in fünf Teilen und am Ende ein optionaler Teil für Seminare und Fortbildungen. Der Bogen ist anonym und hat kein Namensfeld.

    Den Kopf passt du an deine Veranstaltung an. Den Wortlaut der Fragen lässt du am besten so, wie er ist. Nur dann kannst du die Ergebnisse von einer Ausgabe zur nächsten vergleichen.

    Die 16 Fragen des Feedbackbogens

    Die Aussagen in den Teilen A bis D und F bewerten Teilnehmende auf dieser Skala:

    • trifft gar nicht zu · 2: trifft eher nicht zu · 3: teils, teils · 4: trifft eher zu · 5: trifft voll zu · k. A.: keine Angabe

    Teil A: Gesamteindruck

    1. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich diese Veranstaltung Kolleginnen und Kollegen weiterempfehle? (Skala von 0 = sehr unwahrscheinlich bis 10 = sehr wahrscheinlich)
    2. Die Veranstaltung hat meine Erwartungen erfüllt.

    Teil B: Inhalt und Nutzen

    1. Die Inhalte waren für meine Arbeit relevant.
    2. Ich nehme mindestens eine Sache mit, die ich konkret anwenden werde.
    3. Umfang und Tiefe der Inhalte passten zur verfügbaren Zeit.

    Teil C: Vortragende und Austausch

    1. Die Vortragenden haben die Inhalte verständlich vermittelt.
    2. Es gab genug Gelegenheit für Fragen und Austausch.

    Teil D: Organisation

    1. Die Informationen vor der Veranstaltung (Programm, Anreise, Zeiten) waren vollständig.
    2. Anmeldung und Einlass verliefen reibungslos.
    3. Veranstaltungsort und Räume passten zum Format.
    4. Pausen und Verpflegung waren angemessen.

    Teil E: Offene Fragen

    1. Was sollten wir beim nächsten Mal auf jeden Fall beibehalten?
    2. Was sollten wir beim nächsten Mal ändern?
    3. Welches Thema sollte die nächste Veranstaltung aufgreifen?

    Teil F: Optional für Seminare und Fortbildungen

    1. Die angekündigten Lernziele wurden erreicht.
    2. Die Unterlagen sind für die Nachbereitung brauchbar.

    Was jede Frage misst und was du daraus entscheidest

    Eine Frage misst dann etwas, wenn eine schlechte Antwort eine Maßnahme auslöst. Die Tabelle ordnet jeder Frage der Vorlage die Entscheidung zu, für die sie da ist.

    • 1 Empfehlung · Was sie misst: Das Gesamturteil in einer Zahl, über Jahre vergleichbar · Was du damit entscheidest: Ob das Format als Ganzes trägt
    • 2 Erwartungen · Was sie misst: Ob Ankündigung und Veranstaltung zusammenpassen · Was du damit entscheidest: Programmtext, Einladung und Zielgruppe der nächsten Ausgabe
    • 3 Relevanz · Was sie misst: Ob Themen und Publikum zueinander passen · Was du damit entscheidest: Themenwahl und wen du einlädst
    • 4 Anwendung · Was sie misst: Ob Teilnehmende etwas in den Arbeitsalltag mitnehmen · Was du damit entscheidest: Mehr Workshop- und Praxisanteil oder mehr Vorträge
    • 5 Umfang und Zeit · Was sie misst: Wie dicht das Programm war · Was du damit entscheidest: Länge und Zahl der Sessions
    • 6 Vermittlung · Was sie misst: Die Leistung der Vortragenden · Was du damit entscheidest: Wen du wieder einlädst
    • 7 Austausch · Was sie misst: Raum für Fragen und Gespräche · Was du damit entscheidest: Zeit für Q&A und Networking-Pausen
    • 8 Informationen vorab · Was sie misst: Die Kommunikation vor der Veranstaltung · Was du damit entscheidest: Bestätigungsmails und Erinnerungen
    • 9 Anmeldung und Einlass · Was sie misst: Den Ablauf am Eventtag · Was du damit entscheidest: Check-in-Ablauf und Zahl der Stationen
    • 10 Ort und Räume · Was sie misst: Die Location · Was du damit entscheidest: Location und Raumplanung
    • 11 Pausen und Verpflegung · Was sie misst: Das Catering · Was du damit entscheidest: Briefing an Caterer und Zeitplan der Pausen
    • 12 bis 14 offen · Was sie misst: Die Gründe hinter den Zahlen · Was du damit entscheidest: Was du konkret änderst
    • 15 Lernziele · Was sie misst: Ob das Seminar hält, was die Ausschreibung verspricht · Was du damit entscheidest: Ausschreibung oder Seminarkonzept
    • 16 Unterlagen · Was sie misst: Den Nutzen nach dem Termin · Was du damit entscheidest: Handout und Materialien

    Bei einem Kongress mit vielen Sessions lässt du die Vortragenden besser pro Session bewerten als einmal für alle. Frage 6 im Gesamtbogen zeigt dir dann nur einen Durchschnitt über sehr unterschiedliche Vorträge.

    Warum jeder Punkt der Skala beschriftet ist

    In Deutschland ist die 1 die beste Schulnote. Steht auf einem Bogen nur „1 bis 5“, kreuzt ein Teil der Befragten die 1 für „sehr gut“ an und ein anderer die 5, und der Durchschnitt zeigt ein Mittelmaß, das es nie gab. Auch Bain & Company begründet die Skala von 0 bis 10 für den Net Promoter Score unter anderem damit, dass Befragte sonst die Enden der Skala verwechseln.

    Die Vorlage beschriftet deshalb alle fünf Punkte und hat eine sechste Spalte „keine Angabe“. Ohne sie kreuzen Teilnehmende, die eine Session verpasst haben, die Mitte an. Die 3 misst dann Abwesenheit.

    Die Empfehlungsfrage steht als einzige auf einer Skala von 0 bis 10, weil der Net Promoter Score so definiert ist. Stellst du sie auf einer anderen Skala, ist das Ergebnis kein NPS mehr und mit keinem anderen Wert vergleichbar.

    Was nicht in einen Feedbackbogen gehört

    Jede zusätzliche Frage senkt die Zahl derer, die den Bogen bis zum Ende ausfüllen. Drei Arten von Fragen kannst du dir deshalb sparen.

    • Fragen, die die Anmeldung besser beantwortet. Wie jemand von der Veranstaltung erfahren hat, Branche, Funktion, Unternehmensgröße: Bei der Anmeldung hast du diese Angaben von allen, im Feedbackbogen nur von denen, die antworten.
    • Zwei Gegenstände in einer Aussage. „Inhalte und Vortragende waren gut“ lässt offen, worauf sich ein „trifft eher nicht zu“ bezieht. Eine Aussage bewertet genau eine Sache.
    • Fragen ohne Entscheidung dahinter. Wenn du bei keiner denkbaren Antwort etwas ändern würdest, streiche die Frage.

    Was Teilnehmende sich von der Veranstaltung erwarten, fragst du vorher ab, am besten in einer kurzen Umfrage nach der Anmeldung. Wie du sie aufbaust, zeigen unsere Best Practices für Umfragen vor dem Event. Diese Antworten sind später der Maßstab, an dem du Frage 2 misst.

    Wann du den Feedbackbogen verteilst

    Am selben Tag, solange die Eindrücke frisch sind. Wie, hängt vom Format ab.

    • Seminar oder Tagesveranstaltung vor Ort: Verteile den Bogen auf Papier und plane dafür fünf Minuten vor dem offiziellen Ende ein, solange alle noch sitzen. Sammle ihn an der Tür oder in einer Box ein.
    • Online oder nach einer größeren Veranstaltung: Schicke den Link noch am selben Tag und eine Erinnerung zwei Tage später an alle, die noch nicht geantwortet haben.
    • Mehrtägiger Kongress: Lass die Sessions direkt im Anschluss in der Event-App bewerten und den Gesamteindruck am Ende. Was eine Post-Event-Umfrage leisten soll, steht im Glossar.

    Auf Papier ist der Bogen anonym, solange niemand seinen Namen einträgt. Online sind Antworten, die sich einer Person zuordnen lassen, personenbezogene Daten. Sag das in der Einladung zur Befragung und schreibe dazu, wofür du die Antworten nutzt. Frag nur dann nach einem Namen, wenn du auf einzelne Rückmeldungen antworten willst, und mach das Feld freiwillig.

    Wie du den Evaluationsbogen auswertest

    Für jede Aussage zählst du, wie viele Teilnehmende „trifft eher zu“ oder „trifft voll zu“ angekreuzt haben, und schreibst den Anteil zusammen mit der Zahl der Antworten auf. Dieser Anteil ist leichter zu lesen als ein Mittelwert und verrät sofort, wo es hakt.

    Den Net Promoter Score berechnest du aus Frage 1: Anteil der Antworten 9 und 10 minus Anteil der Antworten 0 bis 6. Das Ergebnis liegt zwischen minus 100 und plus 100. Bei kleinen Gruppen schwankt es stark. Bei 20 Antworten macht jede einzelne Person fünf Prozentpunkte aus, und wer von „9“ auf „6“ wechselt, verschiebt den Wert um zehn Punkte.

    Die offenen Antworten liest du vollständig und sortierst sie nach Themen: Inhalt, Vortragende, Organisation, Ort, Verpflegung. Nennen drei Personen unabhängig voneinander dasselbe, ist das ein Befund und keine Einzelmeinung.

    Vergleichbar werden die Zahlen erst über mehrere Ausgaben mit denselben Fragen und derselben Skala. Zusammen mit Anmeldezahlen und Check-in-Quote gehört das Ergebnis zu den KPIs, mit denen du den Erfolg deines Events misst.

    Evaluationsbogen in Seminaren und Fortbildungen

    In Seminaren und Fortbildungen ist der Evaluationsbogen meist das zweite Dokument nach der Teilnahmebescheinigung. Die Bescheinigung belegt, dass jemand da war; die Evaluation zeigt, wie das Seminar ankam. Für diesen Fall gibt es Teil F mit den Fragen nach den Lernzielen und den Unterlagen. Frage 15 stellst du nur, wenn die Ausschreibung Lernziele genannt hat.

    Ist deine Fortbildung von einer Kammer oder einem Fördergeber anerkannt, prüfe, ob die Stelle ein eigenes Muster vorgibt. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe stellt Fremdveranstaltern zum Beispiel einen Evaluationsbogen als Muster bereit. Er fragt neben Organisation und Inhalt auch, ob Interessenkonflikte offengelegt wurden und ob die Produktneutralität gewahrt blieb. Gibt die Stelle ein Muster vor, nimm dieses.

    Was auf eine Bescheinigung gehört, steht in unserem Guide zur Teilnahmebescheinigung. Wie Buchung, Check-in und Bescheinigung bei wiederkehrenden Terminen zusammenlaufen, zeigt die Seite für Weiterbildungs- und Seminaranbieter.

    Feedback-Formulare in Streavent

    Organisierst du deine Veranstaltung mit Streavent, dient die Word-Datei nur noch als Vorlage für die Fragen. Konfigurierbare Feedback-Formulare mit automatischem Versand sind in jedem Plan enthalten, von Self Service bis Enterprise (Stand: 29. September 2026). Die 16 Fragen dieser Evaluationsbogen-Vorlage übernimmst du dort einmal und nutzt sie für jede weitere Ausgabe.

    Während der Veranstaltung kommen Live-Umfragen und Q&A dazu, ab dem Plan Pro Event. Und weil der Check-in festhält, wer da war, stellst du die Teilnahmebescheinigungen direkt auf dieser Grundlage aus. Ab dem Plan Starter ist das enthalten; in Self Service und Pro Event kostet es 1,00 € pro Teilnehmer. Buche eine Demo, wenn du sehen willst, wie das für dein Format aussieht.

    Fragen und Antworten zum Feedbackbogen

    Was ist der Unterschied zwischen einem Feedbackbogen und einem Evaluationsbogen?

    In der Praxis keiner: Beide sammeln nach einer Veranstaltung die Bewertung der Teilnehmenden. „Evaluationsbogen“ ist in Weiterbildung, Hochschule und Fortbildung üblich, „Feedbackbogen“ bei Events und Workshops. Diese Vorlage funktioniert für beides.

    Wie viele Fragen sollte ein Feedbackbogen haben?

    So viele, wie du auswerten und in Entscheidungen übersetzen kannst. Die Vorlage hat 14 Fragen für jede Veranstaltung, drei davon offen, und zwei optionale für Seminare. Sie ist in wenigen Minuten ausgefüllt.

    Sollte ein Evaluationsbogen anonym sein?

    In der Regel ja, denn gerade Kritik an Vortragenden fällt leichter, wenn niemand sie zuordnen kann. Ein freiwilliges Namensfeld ergänzt du nur, wenn du auf einzelne Rückmeldungen antworten willst.

    Wann verschicke ich den Feedbackbogen nach einer Veranstaltung?

    Am selben Tag. Auf Papier sammelst du ihn in den letzten fünf Minuten vor dem Ende ein. Online schickst du den Link noch am selben Tag und eine Erinnerung zwei Tage später.

    Kann ich die Fragen der Vorlage ändern?

    Ja, die Word-Datei ist frei bearbeitbar. Ändere am besten nur den Kopf und die optionalen Fragen und lass den Wortlaut der übrigen gleich. Sonst kannst du die Ergebnisse zweier Ausgaben nicht mehr vergleichen.

    Über den Autor

    Felix Schwencke

    Co-Founder Streavent

    Felix hat über 200 Events organisiert. Seit 2020 baut er mit Streavent die Plattform, die er sich als Eventmanager selbst gewünscht hätte: Ticketing, Check-in, Streaming und Badge-Druck in einem Tool.