Diese Evaluationsbogen-Vorlage ist ein Feedbackbogen für Veranstaltungen und Seminare als Word-Datei: 14 Fragen für jede Veranstaltung und zwei zusätzliche für Seminare und Fortbildungen. Unten findest du jede Frage im Wortlaut und zu jeder, was sie misst und welche Entscheidung du mit der Antwort triffst.
Die meisten Feedbackbögen fragen viel und messen wenig. „Wie hat Ihnen die Veranstaltung gefallen?“ bringt eine freundliche Zahl, aus der sich nichts ableiten lässt. Ein brauchbarer Bogen stellt nur Fragen, deren Antwort etwas verändert: das Programm, die Auswahl der Vortragenden, den Ablauf am Einlass oder die Location der nächsten Ausgabe.
Das Wichtigste in Kürze
Die Vorlage ist eine Word-Datei (.docx), und wir schicken sie dir per E-Mail: Fordere sie über „Vorlage anfordern“ auf dieser Seite an. Du öffnest und bearbeitest sie in Word, LibreOffice oder Google Docs.
Im Kopf stehen drei Felder: Veranstaltung, Datum und, falls du einzelne Termine auswertest, die Session oder das Seminar. Darunter folgt die Skala, dann die Fragen in fünf Teilen und am Ende ein optionaler Teil für Seminare und Fortbildungen. Der Bogen ist anonym und hat kein Namensfeld.
Den Kopf passt du an deine Veranstaltung an. Den Wortlaut der Fragen lässt du am besten so, wie er ist. Nur dann kannst du die Ergebnisse von einer Ausgabe zur nächsten vergleichen.
Die Aussagen in den Teilen A bis D und F bewerten Teilnehmende auf dieser Skala:
Teil A: Gesamteindruck
Teil B: Inhalt und Nutzen
Teil C: Vortragende und Austausch
Teil D: Organisation
Teil E: Offene Fragen
Teil F: Optional für Seminare und Fortbildungen
Eine Frage misst dann etwas, wenn eine schlechte Antwort eine Maßnahme auslöst. Die Tabelle ordnet jeder Frage der Vorlage die Entscheidung zu, für die sie da ist.
Bei einem Kongress mit vielen Sessions lässt du die Vortragenden besser pro Session bewerten als einmal für alle. Frage 6 im Gesamtbogen zeigt dir dann nur einen Durchschnitt über sehr unterschiedliche Vorträge.
In Deutschland ist die 1 die beste Schulnote. Steht auf einem Bogen nur „1 bis 5“, kreuzt ein Teil der Befragten die 1 für „sehr gut“ an und ein anderer die 5, und der Durchschnitt zeigt ein Mittelmaß, das es nie gab. Auch Bain & Company begründet die Skala von 0 bis 10 für den Net Promoter Score unter anderem damit, dass Befragte sonst die Enden der Skala verwechseln.
Die Vorlage beschriftet deshalb alle fünf Punkte und hat eine sechste Spalte „keine Angabe“. Ohne sie kreuzen Teilnehmende, die eine Session verpasst haben, die Mitte an. Die 3 misst dann Abwesenheit.
Die Empfehlungsfrage steht als einzige auf einer Skala von 0 bis 10, weil der Net Promoter Score so definiert ist. Stellst du sie auf einer anderen Skala, ist das Ergebnis kein NPS mehr und mit keinem anderen Wert vergleichbar.
Jede zusätzliche Frage senkt die Zahl derer, die den Bogen bis zum Ende ausfüllen. Drei Arten von Fragen kannst du dir deshalb sparen.
Was Teilnehmende sich von der Veranstaltung erwarten, fragst du vorher ab, am besten in einer kurzen Umfrage nach der Anmeldung. Wie du sie aufbaust, zeigen unsere Best Practices für Umfragen vor dem Event. Diese Antworten sind später der Maßstab, an dem du Frage 2 misst.
Am selben Tag, solange die Eindrücke frisch sind. Wie, hängt vom Format ab.
Auf Papier ist der Bogen anonym, solange niemand seinen Namen einträgt. Online sind Antworten, die sich einer Person zuordnen lassen, personenbezogene Daten. Sag das in der Einladung zur Befragung und schreibe dazu, wofür du die Antworten nutzt. Frag nur dann nach einem Namen, wenn du auf einzelne Rückmeldungen antworten willst, und mach das Feld freiwillig.
Für jede Aussage zählst du, wie viele Teilnehmende „trifft eher zu“ oder „trifft voll zu“ angekreuzt haben, und schreibst den Anteil zusammen mit der Zahl der Antworten auf. Dieser Anteil ist leichter zu lesen als ein Mittelwert und verrät sofort, wo es hakt.
Den Net Promoter Score berechnest du aus Frage 1: Anteil der Antworten 9 und 10 minus Anteil der Antworten 0 bis 6. Das Ergebnis liegt zwischen minus 100 und plus 100. Bei kleinen Gruppen schwankt es stark. Bei 20 Antworten macht jede einzelne Person fünf Prozentpunkte aus, und wer von „9“ auf „6“ wechselt, verschiebt den Wert um zehn Punkte.
Die offenen Antworten liest du vollständig und sortierst sie nach Themen: Inhalt, Vortragende, Organisation, Ort, Verpflegung. Nennen drei Personen unabhängig voneinander dasselbe, ist das ein Befund und keine Einzelmeinung.
Vergleichbar werden die Zahlen erst über mehrere Ausgaben mit denselben Fragen und derselben Skala. Zusammen mit Anmeldezahlen und Check-in-Quote gehört das Ergebnis zu den KPIs, mit denen du den Erfolg deines Events misst.
In Seminaren und Fortbildungen ist der Evaluationsbogen meist das zweite Dokument nach der Teilnahmebescheinigung. Die Bescheinigung belegt, dass jemand da war; die Evaluation zeigt, wie das Seminar ankam. Für diesen Fall gibt es Teil F mit den Fragen nach den Lernzielen und den Unterlagen. Frage 15 stellst du nur, wenn die Ausschreibung Lernziele genannt hat.
Ist deine Fortbildung von einer Kammer oder einem Fördergeber anerkannt, prüfe, ob die Stelle ein eigenes Muster vorgibt. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe stellt Fremdveranstaltern zum Beispiel einen Evaluationsbogen als Muster bereit. Er fragt neben Organisation und Inhalt auch, ob Interessenkonflikte offengelegt wurden und ob die Produktneutralität gewahrt blieb. Gibt die Stelle ein Muster vor, nimm dieses.
Was auf eine Bescheinigung gehört, steht in unserem Guide zur Teilnahmebescheinigung. Wie Buchung, Check-in und Bescheinigung bei wiederkehrenden Terminen zusammenlaufen, zeigt die Seite für Weiterbildungs- und Seminaranbieter.
Organisierst du deine Veranstaltung mit Streavent, dient die Word-Datei nur noch als Vorlage für die Fragen. Konfigurierbare Feedback-Formulare mit automatischem Versand sind in jedem Plan enthalten, von Self Service bis Enterprise (Stand: 29. September 2026). Die 16 Fragen dieser Evaluationsbogen-Vorlage übernimmst du dort einmal und nutzt sie für jede weitere Ausgabe.
Während der Veranstaltung kommen Live-Umfragen und Q&A dazu, ab dem Plan Pro Event. Und weil der Check-in festhält, wer da war, stellst du die Teilnahmebescheinigungen direkt auf dieser Grundlage aus. Ab dem Plan Starter ist das enthalten; in Self Service und Pro Event kostet es 1,00 € pro Teilnehmer. Buche eine Demo, wenn du sehen willst, wie das für dein Format aussieht.
In der Praxis keiner: Beide sammeln nach einer Veranstaltung die Bewertung der Teilnehmenden. „Evaluationsbogen“ ist in Weiterbildung, Hochschule und Fortbildung üblich, „Feedbackbogen“ bei Events und Workshops. Diese Vorlage funktioniert für beides.
So viele, wie du auswerten und in Entscheidungen übersetzen kannst. Die Vorlage hat 14 Fragen für jede Veranstaltung, drei davon offen, und zwei optionale für Seminare. Sie ist in wenigen Minuten ausgefüllt.
In der Regel ja, denn gerade Kritik an Vortragenden fällt leichter, wenn niemand sie zuordnen kann. Ein freiwilliges Namensfeld ergänzt du nur, wenn du auf einzelne Rückmeldungen antworten willst.
Am selben Tag. Auf Papier sammelst du ihn in den letzten fünf Minuten vor dem Ende ein. Online schickst du den Link noch am selben Tag und eine Erinnerung zwei Tage später.
Ja, die Word-Datei ist frei bearbeitbar. Ändere am besten nur den Kopf und die optionalen Fragen und lass den Wortlaut der übrigen gleich. Sonst kannst du die Ergebnisse zweier Ausgaben nicht mehr vergleichen.