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Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate für Events und Weiterbildungen automatisch erstellen

05.08.2026 · 8 min Lesezeit · Von Felix Schwencke

Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate für Events und Weiterbildungen automatisch aus dem Check-in erstellen: personalisiert, als PDF, DSGVO-konform.

Inhalt

    Eine Teilnahmebescheinigung bestätigt, dass eine Person an deinem Event, Seminar oder deiner Weiterbildung teilgenommen hat. Für Akademien, Verbände, Kongresse und Weiterbildungsanbieter ist sie Pflichtprogramm, und meistens die letzte, ungeliebte Aufgabe nach einem langen Eventtag: Anwesenheitsliste in Excel abgleichen, Namen in eine Word-Vorlage einsetzen, jedes PDF einzeln exportieren und verschicken. Dieser Guide zeigt dir, welche Angaben auf eine belastbare Teilnahmebescheinigung gehören, wann ein einfaches Dokument reicht und wann du ein Zertifikat mit dokumentierten Lernstunden brauchst, und wie du beides automatisch aus dem Check-in erzeugst, ganz ohne Handarbeit.

    Was ist eine Teilnahmebescheinigung?

    Eine Teilnahmebescheinigung ist ein Nachweis, dass eine Person an einer Veranstaltung teilgenommen hat. Sie nennt die teilnehmende Person, die Veranstaltung, das Datum und in der Regel den zeitlichen Umfang. Anders als ein Prüfungszeugnis bestätigt sie nur die Teilnahme, nicht eine bestandene Leistung.

    In der Praxis begegnen dir drei Varianten, die oft durcheinandergehen. „Teilnahmebescheinigung“ und „Teilnahmezertifikat“ meinen meist dasselbe, ein zeitbasiertes Zertifikat geht einen Schritt weiter:

    • Teilnahmebescheinigung / Anwesenheitszertifikat · Was es belegt: Die Person war anwesend (per Check-in erfasst) · Wann sinnvoll: Seminare, Tagungen, interne Schulungen, Netzwerkevents
    • Teilnahmezertifikat · Was es belegt: Teilnahme, formeller aufgemacht, oft mit Programm oder Umfang · Wann sinnvoll: Weiterbildungen, Kongresse, Zertifikatskurse
    • · Was es belegt: Welche Sessions wie lange besucht wurden (dokumentierte Lernstunden) · Wann sinnvoll: Fortbildungen mit Punkten (Kammern, CME), akkreditierte Weiterbildungen
      Die Wahl hängt nicht vom Wort ab, sondern vom Zweck. Entscheidend ist, ob die reine Anwesenheit genügt oder ob jemand die tatsächlich besuchte Lernzeit belegen muss.

    Teilnahmebescheinigung oder Zertifikat mit Lernstunden: Was brauchst du wann?

    Für die meisten Events reicht der Nachweis der Anwesenheit. Wer eingecheckt war, hat teilgenommen, und die Bescheinigung dokumentiert genau das. Das gilt für Fachtagungen, interne Schulungen, Kundenveranstaltungen und die große Mehrheit der Seminare.

    Sobald es um anrechenbare Weiterbildung geht, reicht die reine Anwesenheit nicht mehr. Dann verlangt die anerkennende Stelle einen Nachweis der tatsächlich besuchten Stunden. Typische Fälle:

    • Medizinische Fortbildung: Fachgesellschaften und Ärztekammern vergeben Fortbildungspunkte (CME), die an dokumentierte Teilnahmezeit gekoppelt sind.
    • Kammerberufe: Bei Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Wirtschaftsprüfern zählen belegte Fortbildungsstunden pro Jahr.
    • Technische und akademische Weiterbildung: Verbände und Akademien knüpfen Zertifikate an eine Mindestzahl an Unterrichtseinheiten.

    Die Faustregel: Geht es nur um den Beleg „war dabei“, genügt eine Teilnahmebescheinigung. Zählt die konkrete Stundenzahl pro Programmpunkt, brauchst du ein zeitbasiertes Zertifikat, das die besuchten Sessions und ihre Dauer sauber ausweist. Für den formalen Wert der Punkte bleibt am Ende die akkreditierende Stelle zuständig, deine Aufgabe ist der lückenlose Nachweis der Teilnahmezeit.

    Diese Angaben gehören auf eine Teilnahmebescheinigung

    Eine Teilnahmebescheinigung ist kein gesetzlich genormtes Dokument wie ein Arbeitszeugnis. Damit sie belastbar ist und bei Fortbildungspunkten anerkannt wird, sollte sie trotzdem feste Felder enthalten. Eine gute Vorlage für eine Teilnahmebescheinigung deckt diese Angaben ab, damit du nichts bei jedem Event neu zusammensuchst:

    • Name der teilnehmenden Person · Zweck: Ordnet die Bescheinigung eindeutig zu · Pflicht oder empfohlen: Pflicht
    • Titel der Veranstaltung oder Weiterbildung · Zweck: Benennt, woran teilgenommen wurde · Pflicht oder empfohlen: Pflicht
    • Datum und Zeitraum · Zweck: Belegt, wann die Teilnahme stattfand · Pflicht oder empfohlen: Pflicht
    • Ort oder Format (vor Ort, online, hybrid) · Zweck: Dokumentiert den Rahmen · Pflicht oder empfohlen: Empfohlen
    • Umfang in Stunden oder Unterrichtseinheiten · Zweck: Grundlage für Lernstunden und Punkte · Pflicht oder empfohlen: Pflicht bei Weiterbildungen
    • Themen oder Programm · Zweck: Zeigt die Inhalte der Teilnahme · Pflicht oder empfohlen: Empfohlen, Pflicht bei Fortbildungspunkten
    • Veranstalter mit Anschrift · Zweck: Macht die ausstellende Stelle nachvollziehbar · Pflicht oder empfohlen: Pflicht
    • Ausstellungsdatum, Name oder Unterschrift · Zweck: Bestätigt die Ausstellung · Pflicht oder empfohlen: Pflicht
    • · Zweck: Weist akkreditierte Fortbildung aus · Pflicht oder empfohlen: Pflicht bei Punkten
      Ein Hinweis: Kammern und Fachgesellschaften setzen für akkreditierte Fortbildungen teils eigene Vorgaben, etwa zu Referierenden oder zur Punkteangabe. Kläre diese Kriterien vor dem Event, denn nachträgliche Korrekturen an Hunderten Bescheinigungen kosten dich die meiste Zeit.

    Der manuelle Weg: Excel, Serienbrief und die typischen Fehler

    Der klassische Ablauf sieht so aus: Am Empfang liegt eine ausgedruckte Anwesenheitsliste, die abgehakt wird. Nach dem Event tippt jemand die Anwesenden in Excel, baut eine Word-Vorlage mit Serienbrieffunktion und exportiert die PDFs. Danach geht jede Datei einzeln per E-Mail raus.

    Dieser Weg funktioniert, produziert aber vorhersehbare Fehler:

    • Tippfehler in Namen: Aus der handschriftlichen Liste in die Tabelle abgetippt, steht der Name auf der Bescheinigung falsch. Bei einer Fortbildungsbescheinigung ist das ein echtes Problem.
    • No-Shows bekommen trotzdem ein Dokument: Wer sich angemeldet, aber nicht teilgenommen hat, landet in der Serienbriefliste, wenn die Anmeldung statt der Anwesenheit als Basis dient.
    • Keine belegte Teilnahmezeit: Eine Abhakliste zeigt nicht, wer welche Session wie lange besucht hat. Für Fortbildungspunkte fehlt damit genau der Nachweis, auf den es ankommt.
    • Tagelange Nacharbeit: Die Bescheinigungen entstehen Tage nach dem Event, wenn die Aufmerksamkeit längst beim nächsten Projekt liegt.

    Je größer die Veranstaltung, desto teurer werden diese Reibungsverluste. Bei einem Kongress mit mehreren hundert Teilnehmenden ist die manuelle Bescheinigung schnell ein halber Arbeitstag, der bei jedem Event erneut anfällt.

    Teilnahmebescheinigungen automatisch aus dem Check-in erstellen

    Der Kern der Lösung ist einfach: Wenn der Check-in die Anwesenheit ohnehin digital erfasst, sind alle Daten für die Bescheinigung bereits im System. Streavent erzeugt aus diesen Anwesenheitsdaten automatisch personalisierte Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen als PDF, statt sie aus einer Excel-Serienbrief-Kette zusammenzubauen.

    So läuft der Ablauf in der Praxis:

    1. Teilnehmende registrieren: Über Registrierung und Ticketing oder per Import der bestehenden Gästeliste (Excel reicht) liegen alle Kontaktdaten sauber im System.
    2. Am Eventtag einchecken: Per QR-Code-Scan oder Namenssuche wird die Anwesenheit erfasst. Für zeitbasierte Nachweise erfolgt der Check-in pro Session.
    3. Zertifikatstyp wählen: Anwesenheitszertifikat für die reine Teilnahme oder zeitbasiertes Zertifikat mit dokumentierten Sessions und Stunden.
    4. Automatisch erzeugen: Streavent generiert die personalisierten PDFs aus den Anwesenheitsdaten, mit Name, Veranstaltung, Datum und, je nach Typ, den besuchten Sessions.
    5. Bereitstellen: Die fertigen Bescheinigungen stehen den Teilnehmenden nach dem Event bereit, ohne dass du einzelne Dateien versendest.

    Ein Detail, das über die Qualität entscheidet: Die Bescheinigung ist nur so gut wie die Anwesenheitsdaten. Bricht der Check-in vor Ort ab, fehlen dir hinterher Namen. Streavent entwickelt die eigene Check-in-Hardware selbst, die Badge-Drucker haben eine SIM-Karte eingebaut und brauchen kein WLAN. Einstecken, einschalten, fertig. Gerade in Kongresszentren mit überlastetem Veranstaltungs-WLAN bleibt der Anwesenheitsdatensatz so vollständig.

    Für Verbände, öffentliche Hand und regulierte Branchen relevant: Streavent wird in Deutschland gehostet, ist DSGVO-konform und barrierefrei nach EAA (auf allen Plänen). Die personenbezogenen Daten deiner Teilnehmenden bleiben damit in einem europäischen System. Anwesenheitszertifikate sind ab dem Starter-Annual-Plan inklusive (oder als Add-on ab 1 € pro Teilnehmendem buchbar); die aktuellen Konditionen findest du auf der Preisübersicht.

    Zertifikate für Weiterbildungen und Fortbildungspunkte erstellen

    Wenn du Zertifikate für Weiterbildungen erstellen willst, bei denen Lernstunden zählen, reicht ein Anwesenheitshaken nicht. Hier kommen die zeitbasierten Zertifikate ins Spiel: Sie werten aus, welche Sessions eine Person besucht hat und wie lange, und dokumentieren daraus die anrechenbare Teilnahmezeit.

    Das ist genau der Nachweis, den Akademien, Weiterbildungsanbieter und medizinische Fachkongresse für Fortbildungspunkte brauchen. Statt am Ende einer mehrtägigen Tagung Session-Listen manuell abzugleichen, entsteht das Zertifikat automatisch aus den Check-in-Daten der einzelnen Programmpunkte. Für Veranstalter mit wiederkehrenden Formaten, etwa Verbände mit mehreren Landesverbänden oder Akademien mit einem festen Seminarprogramm, heißt das: Der Bescheinigungsprozess ist einmal aufgesetzt und läuft bei jedem Event gleich zuverlässig.

    Zeitbasierte Zertifikate sind ab dem Enterprise-Plan inklusive (oder als Add-on ab 3 € pro Teilnehmendem). Wenn du deine Seminare und Weiterbildungen ohnehin professionalisieren willst, findest du im Guide Seminare und Weiterbildungen online organisieren den Rahmen dazu, und im Pillar Events professionell managen den kompletten Ablauf von der Planung bis zur Nachbereitung.

    FAQ zu Teilnahmebescheinigungen und Zertifikaten

    Was ist der Unterschied zwischen Teilnahmebescheinigung und Teilnahmezertifikat?

    In der Praxis werden beide Begriffe meist synonym verwendet, beide belegen die Teilnahme an einer Veranstaltung. „Zertifikat“ klingt formeller und wird häufiger für Weiterbildungen genutzt, „Bescheinigung“ eher für Seminare und Tagungen. Entscheidend ist nicht das Wort, sondern ob nur die Anwesenheit oder auch die besuchte Lernzeit dokumentiert wird.

    Welche Angaben gehören auf eine gültige Teilnahmebescheinigung?

    Name der teilnehmenden Person, Titel und Datum der Veranstaltung, der zeitliche Umfang, der Veranstalter mit Anschrift sowie Ausstellungsdatum und Unterschrift oder Name der ausstellenden Person. Bei Fortbildungen kommen der Umfang in Stunden, die Themen und, falls akkreditiert, die anerkannten Punkte samt anerkennender Stelle dazu.

    Wie erstelle ich eine Teilnahmebescheinigung für eine Weiterbildung?

    Am schnellsten aus den Anwesenheitsdaten: Wenn der Check-in digital erfasst, wer teilgenommen hat, lässt sich die Bescheinigung automatisch als personalisiertes PDF erzeugen. Bei Streavent wählst du den Zertifikatstyp, und das Dokument entsteht aus Name, Veranstaltung, Datum und, bei zeitbasierten Zertifikaten, den besuchten Sessions, ohne Excel und Serienbrief.

    Wann brauche ich ein zeitbasiertes Zertifikat statt einer einfachen Bescheinigung?

    Immer dann, wenn die konkrete Teilnahmezeit zählt, etwa für Fortbildungspunkte bei Ärztekammern, Rechtsanwälten oder Steuerberatern oder für akkreditierte Weiterbildungen mit Mindeststundenzahl. Ein zeitbasiertes Zertifikat weist aus, welche Sessions wie lange besucht wurden, und liefert damit den Nachweis, den die anerkennende Stelle verlangt.

    Sind automatisch erstellte Teilnahmebescheinigungen DSGVO-konform?

    Ja, sofern die Plattform datenschutzkonform arbeitet. Streavent wird in Deutschland gehostet, ist DSGVO-konform und barrierefrei nach EAA. Die personenbezogenen Daten deiner Teilnehmenden werden in einem europäischen System verarbeitet, nicht über verstreute Excel-Dateien und Mailversand.

    Teilnahmebescheinigungen ohne Handarbeit: der nächste Schritt

    Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate müssen kein manueller Kraftakt nach dem Event sein. Wenn der Check-in die Anwesenheit ohnehin digital erfasst, entstehen die Dokumente automatisch: personalisiert, als PDF, mit dokumentierten Lernstunden für Fortbildungen und DSGVO-konform verarbeitet. Statt Excel, Serienbrief und Einzelversand bleibt ein Prozess, der bei jedem Event gleich zuverlässig läuft.

    Wenn du sehen willst, wie Check-in, Anwesenheitsdaten und automatische Zertifikate in einem System zusammenspielen: Buche eine Demo, wir zeigen dir den Ablauf an deinem konkreten Veranstaltungsformat.

    Über den Autor

    Felix Schwencke

    Co-Founder Streavent

    Felix hat über 200 Events organisiert. Seit 2020 baut er mit Streavent die Plattform, die er sich als Eventmanager selbst gewünscht hätte: Ticketing, Check-in, Streaming und Badge-Druck in einem Tool.