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Ticketshop für Events erstellen: In 5 Schritten zum eigenen Ticketverkauf

05.08.2026 · 8 min Lesezeit · Von Felix Schwencke

So erstellst du einen Ticketshop für dein Event: Ticket-Typen, Zahlung per Stripe und Embedded Checkout auf deiner Website. Schritt für Schritt erklärt.

Inhalt

    Einen Ticketshop erstellst du in fünf Schritten: Du legst deine Ticket-Typen und Preise an, setzt Kontingente, Promo-Codes und Wartelisten, richtest die Zahlung über Stripe ein, bettest den Shop per Embedded Checkout auf deiner Website ein und schaltest ihn nach einem Testkauf live. Danach verkaufst du Tickets direkt über deine eigene Seite, mit automatischer Rechnung und einer Teilnehmerliste, die sich mit jeder Buchung von selbst füllt.

    Dieser Guide führt dich durch genau diese Reihenfolge. Er richtet sich an Event Manager, die eine bezahlte Fachkonferenz, einen Kongress oder ein B2B-Event planen und den Ticketverkauf selbst in der Hand behalten wollen, statt Teilnehmende auf eine fremde Plattform zu schicken. Ein Ticketshop ist dabei der konkrete Verkaufskanal innerhalb des breiteren Event-Ticketings. Hier geht es nicht um die Grundlagen, sondern um den praktischen Aufbau.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Ticketshop entsteht in fünf Schritten: Ticket-Typen anlegen, Kontingente und Rabatte setzen, Zahlung einrichten, per Embedded Checkout einbetten, testen und live schalten.
    • Mehrere Ticket-Typen (Early Bird, Standard, VIP, Mitglied) mit eigenen Preisen und Kontingenten steuern Nachfrage und Umsatz, ohne dass du am Veranstaltungstag nachverhandeln musst.
    • Über Embedded Checkout läuft der Verkauf auf deiner eigenen Website. Interessierte verlassen deine Seite für die Buchung nicht.
    • Die Zahlung läuft über Stripe, Rechnungen entstehen automatisch, und Zahlung auf Rechnung ist für B2B-Buchungen möglich.

    Schritt 1: Ticket-Typen und Preise anlegen

    Der erste Schritt beim Erstellen des Ticketshops ist die Ticket-Struktur. Sie entscheidet, wie viel du einnimmst und wie planbar dein Verkauf verläuft. Statt eines einzigen Preises legst du mehrere Ticket-Typen an, jeder mit eigenem Preis, eigenem Kontingent und eigenem Verkaufszeitraum.

    Für ein typisches B2B-Event sind das vier bis fünf Varianten, die du beim Anlegen der Ticket-Typen definierst:

    • Early Bird zu einem reduzierten Preis, begrenzt auf die ersten Wochen oder eine feste Stückzahl. Das belohnt frühe Zusagen und gibt dir früh Planungssicherheit.
    • Standard als regulärer Preis für die Hauptverkaufsphase.
    • VIP mit Zusatzleistungen wie bevorzugtem Sitzplatz, Abendveranstaltung oder Speaker-Dinner.
    • Mitglied als vergünstigter Preis für Verbandsmitglieder oder eine geschlossene Zielgruppe, bei Bedarf über einen zugangsbeschränkten Code.

    Mit der flexiblen Registrierung und dem Ticketshop legst du diese Ticket-Typen an und bestimmst ihre Reihenfolge. Zusätzlich bietest du Ticket-Add-ons an, etwa einen Workshop-Platz, die Abendveranstaltung oder eine Übernachtung, die Teilnehmende beim Kauf direkt dazubuchen. So verkaufst du nicht nur den Eintritt, sondern das gesamte Paket und erhöhst den Umsatz pro Buchung, ohne einen zweiten Bestellprozess aufzusetzen.

    Ein praktischer Kniff ist die zeitliche Staffelung der Preise. Läuft das Early-Bird-Kontingent aus, greift automatisch der Standardpreis, und kurz vor dem Event holt ein Last-Minute-Preis noch Nachzügler ab. Diese Staffelung baust du einmal auf, danach übernimmt der Ticketshop die Umschaltung selbst, ohne dass du zu einem festen Stichtag manuell nachziehst.

    Schritt 2: Kontingente, Promo-Codes und Wartelisten setzen

    Steht die Ticket-Struktur, steuerst du im zweiten Schritt Verfügbarkeit und Nachfrage. Drei Werkzeuge gehören dazu.

    Kontingente begrenzen, wie viele Tickets pro Typ verkauft werden. Ein Saal mit 300 Plätzen verkauft nicht 320 Tickets, und ein Early-Bird-Kontingent von 50 Stück läuft automatisch aus, sobald es erschöpft ist. Kontingente lassen sich auch für einzelne Gruppen reservieren, etwa ein festes Kontingent für Sponsoren oder Aussteller.

    Promo-Codes und Rabatte vergibst du gezielt: einen Code für Partner, einen Rabatt für Gruppenbuchungen ab einer bestimmten Personenzahl, einen Sonderpreis für eingeladene Speaker. So machst du differenzierte Preise möglich, ohne für jede Gruppe einen eigenen Shop zu bauen.

    Wartelisten fangen die Nachfrage auf, wenn ein Ticket-Typ ausverkauft ist. Interessierte tragen sich ein, statt abzuspringen, und rücken nach, sobald durch Stornierungen Plätze frei werden. Bei gefragten Formaten ist die Warteliste zugleich ein Signal, ob sich ein größerer Saal oder ein zusätzlicher Termin lohnt.

    Diese drei Hebel zusammen sorgen dafür, dass dein Ticketverkauf sich weitgehend selbst steuert und du nicht bei jeder Anfrage manuell eingreifen musst.

    Schritt 3: Zahlung über Stripe einrichten und Rechnungen automatisieren

    Ohne Zahlung kein Verkauf. Im dritten Schritt verbindest du deinen Ticketshop mit Stripe als Zahlungsdienstleister. Teilnehmende bezahlen per Karte und den in Stripe verfügbaren Methoden, das Geld fließt auf dein Konto. Über Pre-Event-Payouts kommst du bereits vor dem Event an die Einnahmen, was bei Veranstaltungen mit hohem Vorlauf und Vorkosten entscheidend sein kann.

    Für ein B2B-Event ist die Rechnung so wichtig wie die Zahlung selbst. Streavent erstellt automatische Rechnungen mit jeder Buchung, du musst sie nicht nachträglich einzeln ausstellen. Firmenkunden, die nicht per Karte, sondern auf Rechnung zahlen wollen, buchen ihr Ticket und begleichen die Rechnung per Überweisung. Gerade im B2B-Umfeld, wo Einkauf und Buchhaltung getrennt sind, entscheidet diese Option oft darüber, ob ein Ticket überhaupt gekauft wird. Die elektronische Rechnung nach EN 16931 ist in Vorbereitung.

    So sind Ticketverkauf und Buchhaltung von Anfang an verbunden, statt dass du Zahlungseingänge später mühsam den einzelnen Buchungen zuordnest.

    Schritt 4: Ticketshop per Embedded Checkout auf der eigenen Website einbetten

    Ein eigener Ticketshop verkauft am besten dort, wo deine Interessierten ohnehin sind: auf deiner eigenen Website. Statt Teilnehmende auf eine fremde Ticketplattform mit fremdem Branding weiterzuleiten, bettest du den Shop per Embedded Checkout direkt in deine Event-Seite ein.

    Der Vorteil ist doppelt. Erstens bleibt der Kauf in deinem Design, auf deiner Domain und in deinem vertrauten Umfeld, das senkt die Abbruchquote im Bestellprozess spürbar. Zweitens behältst du die Daten deiner Käufer und die Kontrolle über den Auftritt, statt beides an einen Marktplatz abzugeben.

    Technisch bindest du den Embedded Checkout als Baustein auf deiner bestehenden Seite ein. Wer schon eine Landingpage für sein Event hat, ergänzt den Ticketshop an der passenden Stelle, ohne die Seite neu zu bauen. Von der ersten Ansicht bis zur bezahlten Buchung findet alles auf deiner Website statt.

    So verkaufst du Event-Tickets unter deiner eigenen Marke, und der Ticketshop wird ein Teil deiner Seite statt eines Fremdkörpers.

    Schritt 5: Testen und live schalten

    Bevor der Verkauf startet, kaufst du dir selbst ein Ticket. Ein echter Testkauf ist der zuverlässigste Weg, um zu sehen, was deine Teilnehmenden sehen, und Fehler zu finden, bevor sie welche finden.

    Diese Punkte gehören auf deine Go-live-Checkliste:

    • Testkauf durchführen: einmal jeden Ticket-Typ kaufen und prüfen, ob Preis, Bestätigungsmail und automatische Rechnung stimmen.
    • Promo-Code testen: einen Rabattcode einlösen und kontrollieren, ob der reduzierte Preis korrekt greift.
    • Kontingente prüfen: sicherstellen, dass ausverkaufte Typen den Kauf sperren und die Warteliste greift.
    • Zahlung verifizieren: eine Transaktion über Stripe testen und den Eingang kontrollieren.
    • Embedded Checkout auf der Live-Seite ansehen: den Shop auf dem Desktop und auf dem Smartphone durchklicken, denn ein großer Teil der Buchungen kommt vom Handy.

    Stimmt alles, schaltest du den Ticketshop live und gibst den Link frei. In den ersten Stunden nach dem Start lohnt ein kurzer Blick auf die ersten echten Buchungen: Kommen die Bestätigungen an, stimmen die Rechnungen, greifen die Preise korrekt? So fängst du seltene Konfigurationsfehler ab, bevor sie viele Käufer betreffen. Jede Buchung landet ab jetzt automatisch in deiner Teilnehmerliste, sauber erfasst für die spätere Kommunikation und den Check-in vor Ort.

    Für wen lohnt sich ein eigener Ticketshop?

    Ein eigener Ticketshop lohnt sich, sobald du Eintritt verlangst und den Verkauf nicht aus der Hand geben willst. Das trifft besonders zu auf:

    • Fachkonferenzen und Kongresse mit gestaffelten Preisen und mehreren Ticket-Typen.
    • Verbände, die Mitgliederpreise und reguläre Preise für Nicht-Mitglieder parallel führen.
    • Corporate- und B2B-Events, bei denen auf Rechnung gezahlt wird und die Buchhaltung sauber laufen muss.

    Der gemeinsame Nenner: bezahlte Tickets, mehr als ein Preis und die Anforderung, Umsatz und Teilnehmerdaten selbst zu kontrollieren. Streavent ist auf professionelle B2B-Events dieser Größenordnung ausgelegt und verbindet den Ticketverkauf mit Registrierung, Kommunikation und Check-in in einem System. Weil die Plattform modular aufgebaut ist, musst du nicht alles auf einmal einführen. Du kannst mit dem reinen Ticketverkauf beginnen und Kommunikation, Zertifikate oder die Event-App später dazunehmen.

    Häufige Fragen zum Ticketshop

    Wie erstelle ich einen Ticketshop für mein Event?

    In fünf Schritten: Du legst Ticket-Typen und Preise an, setzt Kontingente, Promo-Codes und Wartelisten, richtest die Zahlung über Stripe ein, bettest den Shop per Embedded Checkout auf deiner Website ein und schaltest ihn nach einem Testkauf live. Danach verkaufst du Tickets direkt über deine eigene Seite, mit automatischer Rechnung.

    Kann ich verschiedene Ticket-Typen und Preise anlegen?

    Ja. Du legst mehrere Ticket-Typen wie Early Bird, Standard, VIP und einen Mitgliederpreis an, jeder mit eigenem Preis, Kontingent und Verkaufszeitraum. Zusätzlich kannst du Ticket-Add-ons wie Workshops oder eine Abendveranstaltung zum Dazubuchen anbieten.

    Kann ich den Ticketshop auf meiner eigenen Website einbetten?

    Ja, über Embedded Checkout. Der Ticketshop läuft in deinem Design und auf deiner Domain, Interessierte verlassen deine Seite für die Buchung nicht. Das hält den Kauf in einem vertrauten Rahmen und senkt die Abbruchquote.

    Wie funktioniert die Bezahlung im Ticketshop?

    Die Zahlung läuft über Stripe. Teilnehmende bezahlen per Karte, und über Pre-Event-Payouts kommst du bereits vor dem Event an die Einnahmen. Rechnungen entstehen automatisch mit jeder Buchung, und Firmenkunden können auf Rechnung zahlen.

    Kann ich Event-Tickets auf Rechnung verkaufen?

    Ja. Neben der Kartenzahlung über Stripe kannst du Zahlung auf Rechnung anbieten, was im B2B-Umfeld oft Voraussetzung für den Kauf ist. Die Rechnung wird automatisch erstellt, sodass Ticketverkauf und Buchhaltung verbunden bleiben.

    Deinen Ticketshop aufsetzen

    Ticket-Typen anlegen, Zahlung einrichten, per Embedded Checkout einbetten und live schalten: Ein eigener Ticketshop bringt den Verkauf deiner Event-Tickets zurück auf deine eigene Seite, mit automatischer Rechnung und einer Teilnehmerliste, die sich von selbst pflegt.

    Willst du sehen, wie dein Ticketshop konkret aussieht? Buche eine Demo und wir richten deinen Ablauf gemeinsam ein. Oder sieh dir die Preise an, um den passenden Plan für dein Event zu finden.

    Über den Autor

    Felix Schwencke

    Co-Founder Streavent

    Felix hat über 200 Events organisiert. Seit 2020 baut er mit Streavent die Plattform, die er sich als Eventmanager selbst gewünscht hätte: Ticketing, Check-in, Streaming und Badge-Druck in einem Tool.