Einlassmanagement für Agenturen heißt: Du verantwortest den Einlass bei einem Event, das dir nicht gehört. Die Marke am Eingang ist die deines Auftraggebers, die Teilnehmerdaten gehören ihm, und am Scanner steht mit hoher Wahrscheinlichkeit Personal, das du erst am Vorabend kennenlernst.
Das ist ein anderer Job als der Check-in beim eigenen Firmenevent, und die üblichen Ratgeber gehen darauf nicht ein. Sie erklären, wie viele Einlassstationen du brauchst und welche Hardware sich lohnt. Wichtige Fragen, aber es sind nicht deine. Deine Fragen lauten: Was verspreche ich im Angebot? Wer scannt, und wie bekomme ich diese Leute in fünf Minuten einsatzbereit? Und was übergebe ich am Ende an den Kunden?
Dieser Guide beantwortet genau diese drei. Für das Dimensionieren des Einlasses selbst, also Stationen, Durchsatz und Hardware-Auswahl, gibt es bereits einen ausführlichen Guide zum Einlassmanagement bei Veranstaltungen. Hier geht es um die Ebene darüber: den Einlass als Leistung, die du verkaufst, lieferst und wieder abgibst.
Das Wichtigste in Kürze
Full-Service-Check-in für Agenturen bedeutet, den kompletten Einlass eines Kundenevents zu verantworten: Software, Hardware, Personal am Eingang und die Datenübergabe danach. Entscheidend sind drei Dinge, die beim eigenen Event wegfallen: Die Teilnehmerdaten gehören dem Auftraggeber, das scannende Personal ist meist nicht deins, und der Einlass muss sich als Position kalkulieren und weiterberechnen lassen.
Full-Service-Check-in ist die vollständige Verantwortung für den Eingang: Anmeldedaten aufbereiten, Zutrittsrechte abbilden, Geräte stellen, Personal einweisen, den Eventtag betreiben und danach Zahlen und Daten sauber übergeben. Ob du das selbst lieferst oder einkaufst, ist eine Geschäftsmodellentscheidung, keine technische.
Es gibt dafür zwei Wege, und beide sind legitim.
Du kaufst den Einlass ein. Ein spezialisierter Dienstleister kommt mit eigener Technik und eigenem Personal, du koordinierst. Das ist bequem, es kostet dich aber die Marge und einen Teil der Kontrolle, und du hast einen zweiten Vertragspartner pro Event, den dein Auftraggeber nicht kennt.
Du lieferst den Einlass selbst, auf einer Plattform, die dir gehört, mit Geräten, die du stellst oder mietest. Das kostet Einarbeitung beim ersten Event und wird ab dem dritten zum Geschäft: Der Einlass wird von einem durchgereichten Fremdkostenposten zu einer eigenen Leistung mit eigener Marge.
Der zweite Weg ist der, um den es hier geht. Er setzt voraus, dass deine Plattform mandantenfähig ist, und diese Auswahlfrage ist ein eigenes Thema: Welche Kriterien eine Eventsoftware für Agenturen erfüllen muss, steht im entsprechenden Guide. Dieser Text setzt die Entscheidung voraus und widmet sich der Umsetzung.
Beim eigenen Firmenevent bist du Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Beim Kundenevent bist du Auftragsverarbeiter, und das ist keine Formalie: Nach Artikel 28 DSGVO brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit deinem Kunden und einen weiteren mit deinem Software-Anbieter, weil der aus Sicht deines Auftraggebers ein Unterauftragsverarbeiter ist.
Praktisch heißt das: Du musst belegen können, wo die Daten liegen, wer sie sehen kann und wann sie gelöscht werden. Bei Verbänden, Hochschulen und öffentlichen Auftraggebern ist der Hosting-Standort regelmäßig eine harte Ausschreibungsbedingung und keine Präferenz. Streavent hostet in Deutschland, ist DSGVO-konform und erfüllt die Barrierefreiheitsanforderungen des European Accessibility Act in allen Plänen. Die Zertifizierung nach ISO 27001 ist in Vorbereitung.
Das ist der Punkt, der Agenturen am Eventtag tatsächlich wehtut. Dein Kernteam wird am Morgen des Events überall gleichzeitig gebraucht: bei der Technik, beim Catering, beim Kunden, bei den Vortragenden. Am Eingang stehen Einlasskräfte einer Agentur, Sicherheitspersonal des Veranstaltungsortes oder Freiwillige, die dein Auftraggeber gestellt hat.
Diese Menschen haben keinen Zugang zu deiner Plattform, keine Schulung und oft keine dreißig Minuten Zeit, bevor die ersten Gäste kommen. Ein System, das dafür einen Account, eine App-Installation und ein Passwort verlangt, ist an dieser Stelle ungeeignet, egal wie gut es sonst ist.
Beim eigenen Event ist der Check-in ein Kostenpunkt, den irgendein Budget trägt. Beim Kundenevent ist er eine Zeile im Angebot, die du begründen, kalkulieren und am Ende abrechnen musst. Das verändert die Anforderungen an das Preismodell grundlegend, und es ist der Grund, warum Jahreslizenzen ohne öffentliche Preise für Agenturen so unpraktisch sind: Du kannst nicht kalkulieren, was du nicht kennst.
Die Grundvoraussetzung ist, dass alle Kundenevents in einem Account liegen, sauber nach Auftraggeber getrennt. Ein Account pro Kunde bedeutet getrennte Logins, getrennte Rechnungen und ein Reporting, das du am Quartalsende von Hand zusammensuchst.
Für den Einlass konkret heißt Trennung dreierlei:
Was eine Plattform darüber hinaus für den Agenturbetrieb mitbringen muss, steht in den sieben Kriterien für die Tool-Wahl. Willst du sehen, wie das bei Streavent aussieht, ist die Seite Eventsoftware für Agenturen und Veranstalter der schnellste Einstieg.
Hier entscheidet sich, ob der Morgen ruhig verläuft. Der Maßstab ist einfach: Eine Person, die dein System noch nie gesehen hat, muss ohne Schulung und ohne Account scannen können.
Bei Streavent läuft der Check-in über eine Web-App. Es gibt nichts zu installieren. Deine Einlasskraft öffnet einen Link im Browser des eigenen Smartphones, gibt den verschlüsselten Veranstaltungscode ein und scannt. Kein Download, kein Streavent-Account, keine vorherige Schulung. Das gilt ausdrücklich auch für externe Dienstleister wie Sicherheitsfirmen.
Dazu erzeugt das System eine Schritt-für-Schritt-Anleitung als PDF, inklusive Veranstaltungscode und Schnellstart. Diese Anleitung ist dein Briefing-Dokument: Du schickst sie am Vorabend an die Einlassagentur und musst am Morgen nicht dreimal dasselbe erklären.
Ludwig Rabe vom Blütezeit Kollektiv, das das APOGEO Festival veranstaltet, beschreibt genau diesen Ablauf: „Selbst Freiwillige waren in Minuten startklar. App im Browser öffnen, Eventcode eingeben, scannen.“
Drei Dinge, die du trotzdem vorbereiten solltest:
Wie das im Detail funktioniert, zeigt die Seite zum Check-in-Management.
Der Badge ist das einzige Objekt des Tages, das jeder Gast anfasst und stundenlang trägt. Er gehört sichtbar dem Veranstalter, nicht deiner Agentur und schon gar nicht dem Software-Anbieter.
Sobald jemand eingecheckt ist, druckt Streavent den Badge automatisch, ohne zusätzlichen Handgriff am Eingang. Das Design definierst du pro Event, also pro Kunde. Lanyards und Material bestellst du direkt mit.
Der für Agenturen wichtigste Punkt liegt in der Hardware: Die Badge-Drucker sind selbst entwickelt, verbinden sich über Mobilfunk (LTE) und brauchen kein WLAN vor Ort, eine Steckdose genügt. Wer schon einmal in einer denkmalgeschützten Location gestanden hat, in der das Hausnetz beim ersten Ansturm zusammenbricht, weiß, was dieser Satz wert ist. Details dazu stehen auf der Seite Event Badges und Ausweise.
Bei größerem Andrang kommen Self-Check-in-Stationen als Zusatzmodul dazu, und für sehr große Veranstaltungsorte gibt es Smart Gates auf Anfrage.
Der Einlass verschwindet in vielen Agenturangeboten in einer Sammelposition. Das ist schade, denn er ist gut begründbar und er ist sichtbar: Der Kunde erlebt ihn als Erstes, und er erlebt ihn mit.
Kalkuliere ihn deshalb in sechs Zeilen, nicht in einer:
Damit diese Rechnung aufgeht, muss dein Anbieter zwei Dinge mitbringen: Preise pro Event oder pro Teilnehmer statt einer Jahrespauschale, und öffentlich einsehbare Preise, damit du kalkulieren kannst, ohne auf einen Vertriebstermin zu warten.
Bei Streavent startet der Plan Self Service bei 0,90 € pro Teilnehmer ohne Grundgebühr. Auf bezahlte Tickets kommt eine Servicegebühr dazu, 2 % mit eigenem Stripe-Konto und 5,5 % über Streavent; bei kostenlosen Tickets entfällt sie. Der Plan Pro Event mit Telefon-Support kostet 500 € pro Event plus 0,90 € pro Teilnehmer, Jahrespakete gibt es für Agenturen mit hohem Eventvolumen. Event-Support remote oder vor Ort lässt sich dazubuchen. Die aktuellen Konditionen stehen auf der Preisseite.
Der kaufmännische Effekt ist der eigentliche Punkt: Wenn Software, Hardware und Support von einem Anbieter kommen, hast du einen Einkaufspreis statt drei und einen Ansprechpartner statt drei. Aus einem Posten, den du bisher extern eingekauft und durchgereicht hast, wird eine Leistung deiner Agentur.
Beim eigenen Event endet der Check-in mit der internen Auswertung. Beim Kundenevent endet er mit einer Übergabe, und die ist Teil des Auftrags.
Dein Auftraggeber erwartet in aller Regel vier Dinge: die Check-in-Quote, die tatsächliche No-Show-Rate, die bereinigte Teilnehmerliste und eine Auswertung, die er intern weiterreichen kann. Die Analysen und Berichte liefern das pro Event, und du kannst deinem Kunden einen eigenen, eingeschränkten Zugang geben, statt Tabellen per Mail zu verschicken.
Drei Punkte, die vor dem ersten Event geklärt gehören und nicht danach:
Willst du das an einem konkreten Projekt durchspielen, buche eine Demo und bring dein nächstes Kundenevent mit.
Full-Service-Check-in bedeutet, dass der komplette Einlass eines Events als Leistung erbracht wird: Aufbereitung der Anmeldedaten, Software, Check-in-Geräte und Badge-Druck vor Ort, eingewiesenes Personal am Eingang und die Übergabe der Daten nach dem Event. Für Agenturen ist es die Alternative dazu, Einlassdienstleister und Hardware getrennt einzukaufen.
Ja, sofern die Plattform mandantenfähig ist. Nötig sind Teams und Rollen pro Auftraggeber, sodass ein Projektteam nur die Events seines Kunden sieht, Branding auf Event-Ebene statt auf Account-Ebene und eine übergreifende Sicht für die Agenturleitung. Bei Streavent sind Rollenverwaltung und Single Sign-On in allen Plänen enthalten, Whitelabel ab Pro Event.
Ja. Bei Streavent kann jede Person mit Check-in-Link und verschlüsseltem Veranstaltungscode den Check-in übernehmen, ohne eigenen Account und ohne vorherige Schulung. Das gilt auch für Einlassagenturen und Sicherheitsfirmen. Die Check-in-App läuft im Browser auf jedem Smartphone, und das System erzeugt eine PDF-Anleitung, die du als Briefing weitergeben kannst.
Das hängt von Teilnehmerzahl, Badge-Druck, Hardware und Personal ab. Bei Streavent beginnt der Plan Self Service bei 0,90 € pro Teilnehmer ohne Grundgebühr, der Plan Pro Event mit Telefon-Support kostet 500 € pro Event plus 0,90 € pro Teilnehmer. Auf bezahlte Tickets kommt eine Servicegebühr dazu, 2 % mit eigenem Stripe-Konto und 5,5 % über Streavent; bei kostenlosen Tickets entfällt sie. Hardware-Miete, Self-Check-in-Stationen und Event-Support sind zubuchbar. Kalkuliere für dein Kundenangebot Plattform, Badge-Druck, Hardware, Personal, Auf- und Abbau sowie Betreuung getrennt.
Dem Auftraggeber. Deine Agentur verarbeitet sie in seinem Auftrag und braucht dafür nach Artikel 28 DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag, nachweisbare Trennung der Daten je Kunde und ein Löschkonzept nach Projektende. Ein Anbieter mit Hosting in Deutschland verkürzt die Nachweisführung gegenüber deutschen Auftraggebern deutlich.
Einlassmanagement für Agenturen ist keine reine Technikfrage. Die Technik ist der einfache Teil.
Der schwierige Teil sind die drei Dinge, die beim Kundenevent hinzukommen: Die Daten gehören jemand anderem, das Personal am Scanner ist nicht deins, und der Einlass muss sich als Position verkaufen und abrechnen lassen. Eine Plattform, die diese drei Punkte abdeckt, macht aus einem eingekauften Fremdkostenblock eine eigene Leistung deiner Agentur.
Der praktische Test dafür ist kurz. Kann eine ungeschulte Einlasskraft in fünf Minuten scannen? Trägt der Badge die Marke deines Kunden und nicht die der Software? Kannst du den Einlass kalkulieren, bevor du mit einem Vertrieb gesprochen hast? Und kannst du nach dem Event alles übergeben, was dein Auftraggeber erwartet?
Wenn du diese vier Fragen an deinem nächsten Projekt durchspielen willst: Buche eine Demo. Bring ein reales Kundenevent mit, dann bauen wir den Einlass gemeinsam nach.