Wer einen Namensschilddrucker für eine Veranstaltung sucht, wählt zuerst das Medium: ein Klebeetikett, einen Streifen Badge-Karton, eine Plastikkarte oder einen A4-Etikettenbogen. Das Gerät ergibt sich daraus. Und die Software entscheidet, ob es am Check-in mit deiner Teilnehmerliste zusammenarbeitet.
Dieser Vergleich stellt acht Geräte aus vier Klassen nebeneinander, mit den Angaben der Hersteller und Händler, geprüft am 25. September 2026. Dazu kommen das Verbrauchsmaterial pro Badge, die Software und fünf Prüffragen für den Eventtag. Welches Format sich bewährt hat, welches Material du wählst und wie du ein Namensschild gestaltest, steht in unserem Leitfaden zu Namensschildern für Messen. Hier geht es um die Technik.
Das Wichtigste in Kürze
Für den Druck vor Ort gibt es vier Geräteklassen, und jede druckt auf ein anderes Medium: Etikett, Badge-Karton, Farbetikett oder Plastikkarte. Dazu kommt der Bürodrucker mit A4-Etikettenbögen, der sich vor allem für den Druck vorab eignet. Welche Klasse passt, hängt davon ab, was am Ende an der Kleidung oder am Lanyard hängen soll.
Thermodirekt heißt: Der Druckkopf schwärzt ein wärmeempfindlich beschichtetes Papier. Ein Farbband, Tinte oder Toner gibt es dabei nicht, gekauft wird nur das Etikett. Deshalb sind diese Geräte beim Druck vor Ort am weitesten verbreitet. Ein Etikett pro Scan, ein kleines Gerät am Counter, und das Etikett klebt entweder direkt auf der Kleidung oder auf einer vorgedruckten A6-Karte mit deinem Eventdesign.
Der Kartendrucker ist die Wahl, wenn ein Badge mehrere Tage halten, ein Foto tragen oder als Zutrittsausweis dienen soll. Wie du Teilnehmergruppen dafür sauber trennst, zeigt unser Guide zur Akkreditierung bei Events und Kongressen.
Die Tabelle zeigt acht Geräte in alphabetischer Reihenfolge, unser eigenes eingeschlossen. Alle Angaben stammen von der Seite des Herstellers oder eines Händlers und wurden am 25. September 2026 geprüft. Die Preise stehen so, wie die Quelle sie ausweist, also teils mit und teils ohne Mehrwertsteuer. Wo eine Quelle keinen Wert nennt, steht „keine Angabe“.
Der Brother QL-820NWBc druckt am schmalsten, bis 60,96 mm, und das reicht für ein Namensetikett auf einer vorgedruckten Karte. Er bringt die meisten Anschlüsse mit und druckt mit der passenden Rolle DK-22251 zusätzlich in Rot, etwa für eine Kategorie wie „Presse“. Eine optionale Akkueinheit macht ihn unabhängig von der Steckdose.
DYMO, Bixolon und Zebra drucken breiter, bis 104 mm beziehungsweise 108 mm. Damit kann ein Etikett fast die ganze Breite einer A6-Karte einnehmen. Beim DYMO LabelWriter 5XL gilt eine Einschränkung, die der Anbieter selbst nennt: Er arbeitet nur mit Original-Etiketten von DYMO. Beim Zebra ZD421d lohnt ein Blick auf die Ausführung. Das hier gelistete Modell hat USB, USB-Host und Bluetooth LE, aber keinen Netzwerkanschluss.
Der Boca Lemur-C druckt direkt auf Badge-Karton, sodass niemand am Counter etwas aufkleben muss. pretix führt ihn neben dem Bixolon XD5-40d als eine von „zwei Varianten, die sich in der Praxis bewährt haben“. Beide verkauft und vermietet pretix nur an Gewerbetreibende.
Der Epson ColorWorks CW-C4000e ist in diesem Vergleich der einzige Etikettendrucker mit vollem Farbdruck. Er arbeitet mit Pigmenttinten in Einzelpatronen und hat einen automatischen Papierschneider. Das lohnt sich, wenn Logos oder farbige Kennzeichnungen pro Teilnehmergruppe live auf das Etikett sollen.
Der Evolis Primacy 2 druckt PVC-Karten in Farbe per Thermosublimation. Laut Hersteller schafft er bis zu 280 Karten pro Stunde einseitig und 170 beidseitig, und er hat drei Jahre Garantie. Rechnerisch sind 280 Karten pro Stunde knapp 13 Sekunden pro Karte, was du bei der Zahl der Geräte für den Einlass einplanen solltest.
Pro Badge fallen rechnerisch 0,09 € bis 0,36 € Material an, ohne Mehrwertsteuer, je nach Medium. Den niedrigsten Wert hat Badge-Papier aus der 1.000er-Packung, den höchsten die bedruckte Plastikkarte, weil dort Farbband und Karte zusammenkommen. Hüllen, Karten und Lanyards kommen je nach Variante dazu.
Zwei Dinge fallen beim Material auf. Erstens bindet dich ein Gerät, das nur Original-Etiketten annimmt, für jede Nachbestellung an einen Anbieter. Zweitens gibt es für Etikettendrucker auch nicht klebendes Endlospapier, das in eine Einstecktasche passt, etwa die Brother-Rolle oben.
Mit Klebeetiketten auf vorgedruckten A6-Karten druckst du live nur den Namen, das Design entsteht vorab in Farbe. Welche Kartenstärke, Hülle und Befestigung sich bewährt haben, steht im Leitfaden zu Namensschildern für Messen.
Zwischen Teilnehmerliste und Drucker gibt es zwei Arbeitsweisen. Beim Seriendruck importierst du die Liste vorab und druckst alle Badges auf einmal. Beim Druck am Check-in löst der Scan eines Tickets genau ein Badge aus. Die Software der Druckerhersteller ist auf den Seriendruck ausgelegt, für den Druck am Check-in brauchst du eine Check-in-Software, die den Drucker ansteuert.
Für ein Event mit 500 Teilnehmenden heißt das: Mit der kostenlosen Software von Zebra oder Evolis kannst du ein Layout gestalten, aber nicht die Anmeldeliste einspielen. Prüf das vor dem Kauf eines Geräts.
Beim Druck am Check-in liegt die Teilnehmerliste in einer Event- oder Check-in-Software, und diese schickt beim Scan ein einzelnes Badge an den Drucker. pretix etwa bietet auf seiner Hardware-Seite zwei Badge-Drucker an und weist darauf hin, dass du dazu einen mit pretixSCAN kompatiblen Ticket-Scanner brauchst. Frag deshalb bei jeder Software nach, welche Druckermodelle sie unterstützt, bevor du Hardware bestellst.
Bei Streavent sind die Drucker direkt mit unserem Check-in-Management verbunden. Du scannst das Ticket, bestätigst den Check-in, und das Namensschild kommt aus dem Drucker. Das Badge-Layout legst du einmal in der Plattform an, der Drucker übernimmt die Einstellungen daraus. Deine Teilnehmerliste importierst du in jedem Plan per CSV.
Ob ein Namensschilddrucker am Eventtag funktioniert, entscheidet sich an fünf Punkten: Tempo, Netzwerk, Anzahl der Geräte, Sonderzeichen und Reserve. Das Datenblatt beantwortet davon nur die erste Frage, und auch die nur zum Teil.
Unser Event Badge Printer ist ein Modul der Streavent-Plattform. Er passt, wenn Anmeldung und Check-in ohnehin in Streavent laufen oder laufen sollen. Wer seine Anmeldung dauerhaft in einem anderen System führt, fährt mit einem gekauften Etikettendrucker und der Check-in-Software dieses Systems direkter.
Die Drucker sind unsere eigene Hardware, verbinden sich über Mobilfunk (LTE) und brauchen kein WLAN vor Ort: eine Steckdose genügt. Sie richten sich nach dem Einschalten selbst ein und übernehmen das Badge-Layout aus der Plattform. Das Etikett klebst du als Sticker auf oder auf eine vorgedruckte A6-Karte.
Die Konditionen stehen auf unserer Preisseite:
Zwei Grenzen gehören dazu. Im Plan Self Service gibt es den Event Badge Printer nicht. Dort bekommst du mit Badge Printing Light die Teilnehmerliste als A4-Etiketten-PDF für deinen eigenen Drucker, für 0,30 € pro Teilnehmer, in allen anderen Plänen ist das enthalten. Und Druckbreite oder Tempo unserer Drucker veröffentlichen wir nicht als Datenblatt, deshalb steht in der Tabelle oben „keine Angabe“.
Wenn du das Gerät vor einer Entscheidung in der Hand haben willst, schicken wir dir einen Badge-Drucker kostenlos und unverbindlich zum Ausprobieren.
Welcher Namensschilddrucker ist der beste für Veranstaltungen? Das hängt vom Medium ab. Für den Druck beim Check-in ist ein Thermodirekt-Etikettendrucker der gängige Weg, für langlebige Ausweise mit Foto ein Kartendrucker. Für Farbe auf dem Etikett gibt es Farb-Etikettendrucker wie den Epson ColorWorks CW-C4000e. Entscheidend ist außerdem, ob deine Check-in-Software das Gerät ansteuern kann.
Kann ich Namensschilder mit einem normalen Drucker drucken? Ja, mit A4-Etikettenbögen aus dem Bürodrucker. Das eignet sich für den Druck vorab, weniger für Nachzügler am Eventtag. In Streavent erzeugt Badge Printing Light dafür ein A4-Etiketten-PDF aus deiner Teilnehmerliste.
Braucht ein Etikettendrucker Tinte oder Toner? Ein Thermodirekt-Etikettendrucker braucht keine Tinte, keinen Toner, kein Farbband. Er druckt per Wärme auf beschichtetes Papier, gekauft wird nur das Etikett. Farbdrucker wie der Epson ColorWorks arbeiten dagegen mit Tintenpatronen, Kartendrucker mit Farbband.
Funktioniert ein Namensschilddrucker ohne WLAN? Ja. Ein Drucker am USB-Kabel oder am LAN braucht kein WLAN, ein Drucker mit Netzwerkanschluss kann auch über einen eigenen LTE-Router laufen. Unsere eigenen Drucker verbinden sich über Mobilfunk (LTE), ohne WLAN.
Welche Software brauche ich für einen Namensschilddrucker? Für den Seriendruck vorab reicht oft die Software des Herstellers, bei Zebra und Evolis aber erst die kostenpflichtige Edition, wenn du eine Liste importieren willst. Für den Druck beim Check-in brauchst du eine Check-in-Software, die das Gerät unterstützt. Frag vor dem Kauf nach der Liste der unterstützten Modelle.
Den richtigen Namensschilddrucker findest du über drei Fragen: welches Medium dein Badge haben soll, wie die Teilnehmerliste auf den Drucker kommt und wie das Gerät am Eventtag ins Netz geht. Für den Druck beim Check-in sind Thermodirekt-Etikettendrucker der gängige Weg. Farbe erhöht den Gerätepreis, die Plastikkarte die Druckzeit und das Material pro Badge. Die Gerätepreise in diesem Vergleich liegen zwischen 160,79 € und 1.760,00 € ohne MwSt., das Material rechnerisch zwischen 0,09 € und 0,36 € pro Badge.
Wie das Zusammenspiel aus Check-in und Badge-Druck in Streavent aussieht, zeigen wir dir gern live: Demo buchen. Einen Überblick über Badge-Druck als Begriff findest du in unserem Glossar zum Badge-Druck.
Alle Angaben wurden am 25. September 2026 auf den verlinkten Seiten geprüft. Preise und Ausstattung können sich ändern.