Du suchst eine Sweap-Alternative für professionelle B2B-Events? Die vier stärksten Optionen im DACH-Markt sind Streavent, evenito, AirLST und doo. Der entscheidende Unterschied liegt dabei weniger in einzelnen Features als im Modell: Sweap vergibt Jahreslizenzen mit 12 Monaten Mindestlaufzeit und hat nach eigener Aussage kein Angebot für einzelne Veranstaltungen. Genau an diesem Punkt trennen sich die Wege vieler Eventteams.
Sweap ist dabei kein schwaches Produkt, im Gegenteil. Die Berliner Plattform gehört zu den etablierten Namen im deutschen Gästemanagement und punktet mit Einladungsstrecken, E-Mail-Automatisierung und einem sauberen Datenschutzkonzept. Ob sie zu deinem Team passt, hängt von drei Fragen ab: Wie viele Events machst du pro Jahr? Wie viel passiert bei dir vor Ort am Eventtag? Und willst du dich 12 Monate binden, bevor das erste Event gelaufen ist?
Dieser Vergleich beantwortet alle drei Fragen mit verifizierten Zahlen von den Anbieter-Websites (geprüft am 16. September 2026), damit du ohne Demo-Marathon entscheiden kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Sweap arbeitet mit Jahreslizenzen: Starter kostet 2.400 € pro Jahr (zzgl. MwSt.), Pro und Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Ein Angebot für Einzelveranstaltungen existiert laut Preis-FAQ nicht.
- Streavent lässt sich pro Event buchen (im Plan Self Service ab 0,90 € pro Teilnehmer, im Plan Pro Event 500 € pro Event plus 0,90 € pro Teilnehmer) und skaliert über Jahrespläne ab 6.000 €. Kein Jahresvertrag nötig, um zu starten.
- Bei der Technik am Eventtag liegt der größte Abstand: Streavent entwickelt eigene Badge-Drucker und Check-in-Geräte, Sweap druckt Namensschilder über die Check-in-App und listet keine eigene Hardware.
- Kostentreiber bei Sweap stecken im Kleingedruckten: SSO kostet 2.000 € extra, Zertifikate laufen über eine Integration für 500 € pro Event, Zusatzregistrierungen kosten 2 € pro Teilnehmer.
- Für einladungsgetriebene Eventprogramme mit vielen kleinen Formaten bleibt Sweap eine gute Wahl. Für Kongresse, Tagungen und Events mit 200 bis 5.000 Teilnehmenden vor Ort ist Streavent die direktere Lösung.
Sweap wurde 2016 in Berlin gegründet (Betreiber ist die MATE Development GmbH) und hat sich vom Gästelisten-Tool zur Plattform für Gästemanagement, Event-Kommunikation, Registrierung, Check-in und Ticketing entwickelt. Gehostet wird in Deutschland, in einem ISO-27001-zertifizierten IBM-Rechenzentrum. Referenzen wie die FUNKE Mediengruppe oder Rolls-Royce München sprechen für sich.
Trotzdem taucht die Suche nach einer Sweap-Alternative regelmäßig auf. Vier Gründe stehen dabei im Vordergrund, alle direkt aus Sweaps eigener Preisseite ablesbar:
Das Lizenzmodell passt nicht zu jedem Eventkalender. Sweap verkauft Jahreslizenzen mit 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit. In der Preis-FAQ heißt es wörtlich: „Nein. Wir haben kein Angebot für einzelne Veranstaltungen, da der größte Mehrwert für unsere Kunden vor allem durch den dauerhaften Einsatz von Sweap entsteht.“ Wer nur ein bis drei Events pro Jahr organisiert oder ein Tool erst an einem echten Event testen will, fällt durch dieses Raster.
Registrierungskontingente statt Abrechnung pro Teilnehmer. Der Starter-Plan (2.400 € pro Jahr, zzgl. MwSt.) enthält 5 Events, 3 User und 1.500 Registrierungen pro Jahr. Der Pro-Plan enthält 10 Events und 3.000 Registrierungen, den Preis gibt es auf Anfrage. Darüber hinaus kostet jede zusätzliche Registrierung 2 € pro Teilnehmer, jedes zusätzliche Event 300 €. Ein einzelner Kongress mit 800 Teilnehmenden verbraucht auf einen Schlag mehr als die Hälfte des Starter-Jahreskontingents.
Aufpreise für Grundsätzliches. Single Sign-On kostet bei Sweap im Starter- und Pro-Plan 2.000 € extra. Teilnahmebescheinigungen gibt es nicht nativ, sondern über die Integration „EventDocs“ für 500 € pro Event. CRM-Anbindungen an HubSpot, Salesforce oder Microsoft Dynamics sind in allen Plänen „Optional, gegen Aufpreis“. Telefon-Support ist dem Enterprise-Plan vorbehalten.
Vor Ort endet das Angebot bei der App. Die Sweap Check-in-App (iOS) scannt QR-Codes, funktioniert offline und druckt Namensschilder vor Ort. Das ist solide. Eigene Hardware findet sich im Angebot aber nicht: kein Geräteverleih, keine Self-Check-in-Stationen, keine Gates für die Zutrittskontrolle; die Einlasskontrolle läuft über die App. Wer mehr als eine Handvoll Check-in-Punkte betreibt, organisiert Drucker und Geräte selbst.
Keiner dieser Punkte macht Sweap zu einem schlechten Tool. Sie definieren nur ziemlich präzise, für wen es gemacht ist: Teams mit einem laufenden Programm kleinerer, einladungsgetriebener Events. Wenn dein Profil anders aussieht, lohnt der Blick auf die Alternativen.
Streavent ist eine deutsche Eventmanagement-Plattform für professionelle B2B-Events mit 200 bis 5.000 Teilnehmenden, mit Fokus auf Vor-Ort-Formate wie Kongresse, Tagungen und Unternehmens-Events. Der Vergleich mit Sweap zeigt in drei Bereichen deutliche Unterschiede: Preismodell, Eventtag und Funktionstiefe.
Die Sweap-Angaben stammen von sweap.io (Preisseite, Einlassmanagement und Seite für Datenschützer), die Streavent-Angaben von streavent.de/de/pricing, beide geprüft am 16. September 2026. Preise ändern sich, prüfe im Zweifel die aktuellen Seiten.
Zwei Dinge fallen im Vergleich zugunsten von Sweap auf, und die gehören ehrlicherweise dazu: Der 60-Tage-Test aller Premium-Funktionen ist einer der großzügigsten Einstiege am Markt. Und wer primär Einladungsstrecken und E-Mail-Kampagnen fährt, bekommt bei Sweap einen regelbasierten Kampagnen-Manager (Trigger, Regel, Aktion), der genau darauf ausgelegt ist, und KI-Unterstützung beim Schreiben der E-Mails.
Der Eventtag ist der Moment, in dem sich Eventsoftware beweisen muss. Hier unterscheiden sich die beiden Plattformen grundsätzlich.
Bei Sweap läuft der Einlass über die iOS-App: QR-Code scannen, Gast abhaken, bei Bedarf ein Namensschild drucken. Die App läuft auf beliebig vielen Geräten synchron und funktioniert auch offline. Für einen Empfang mit 150 Gästen und zwei Einlasspunkten reicht das gut aus. Geräte und Drucker dafür listet Sweap allerdings nicht im Angebot.
Streavent geht den umgekehrten Weg und entwickelt die Hardware für Badge-Druck und Check-in selbst. Der Unterschied ist im Alltag konkret spürbar:
Dazu kommt die Funktionstiefe während der Veranstaltung: Die Event-App mit Agenda, Networking und Push-Nachrichten, Sessions mit Live-Polls und Q&A, Lead Scanning für Aussteller (ab Pro Event) und Anwesenheitszertifikate direkt aus der Plattform. Bei Sweap deckt die Virtual Event Platform virtuelle Formate ab; für die Teilnehmenden vor Ort listet die Lizenzübersicht kein eigenes App-Angebot.
Streavent ist nicht die einzige ernsthafte Option. Je nach Profil gehören drei weitere Anbieter auf deine Shortlist:
evenito ist eine Schweizer Enterprise-Plattform mit ISO-27001-Zertifizierung und Referenzen wie SBB und Swiss Life. evenito verkauft Jahreslizenzen ab CHF 165 pro Monat, den Enterprise-Plan und die Onboarding-Gebühr nennt evenito erst im Angebot, das Onboarding dauert laut Anbieter zwei Wochen bis drei Monate. Stark für Konzerne mit Schweizer Bezug. Den ausführlichen Vergleich findest du im Artikel zur evenito-Alternative.
AirLST aus München setzt auf Gästelistenmanagement mit öffentlichen Lizenzpreisen pro Jahr, pro Monat oder pro Event und eigener iOS-Check-in-App. Die App druckt Namensschilder direkt nach dem Scan, auf eigenen Geräten oder auf vorkonfigurierten Leihgeräten, den Einlass mit einem AirLST-Team gibt es als Service mit eigenem Angebot. Für Enterprise-Gästelistenprozesse mit Vollservice-Anspruch eine gute Wahl. Die Details stehen im Vergleich zur AirLST-Alternative.
doo aus München bringt starke Enterprise-Referenzen mit (KfW, Handelsblatt Mediengruppe) und tiefe Corporate-Design-Kontrolle. Preise gibt es ausschließlich auf Anfrage. Passend für Konzern-Eventteams mit großem Budget und langen Beschaffungsprozessen.
Beim Kaufmodell unterscheiden sich die drei: evenito verkauft Jahreslizenzen, doo nennt Preise nur auf Anfrage, AirLST bietet neben Jahres- und Monatslizenzen auch Lizenzen pro Event mit 9 Monaten Laufzeit. Selbst entwickelte Badge-Drucker, die sich über Mobilfunk (LTE) verbinden und kein WLAN vor Ort brauchen, bringt in diesem Feld nur Streavent mit.
Ein fairer Vergleich nennt auch die Fälle, in denen ein Wechsel keinen Sinn ergibt. Sweap ist gut aufgestellt, wenn:
Streavent ist die stärkere Wahl, wenn:
Was sind die besten Sweap-Alternativen für B2B-Events in Deutschland?
Für den DACH-Markt sind Streavent, evenito, AirLST und doo die stärksten Sweap-Alternativen. Pro Event buchbar sind Streavent (ohne Mindestlaufzeit) und AirLST (Lizenz pro Event mit 9 Monaten Laufzeit), selbst entwickelte Badge-Drucker bringt nur Streavent mit. evenito verkauft Jahreslizenzen, doo nennt Preise nur auf Anfrage.
Was kostet Sweap?
Der Sweap Starter-Plan kostet 2.400 € pro Jahr zzgl. MwSt. und enthält 5 Events, 3 User und 1.500 Registrierungen pro Jahr. Die Pläne Pro und Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Dazu kommen mögliche Zusatzkosten, etwa 2 € pro zusätzlicher Registrierung, 300 € pro zusätzlichem Event, 2.000 € für SSO und 500 € pro Event für Zertifikate über die EventDocs-Integration. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate.
Gibt es eine Sweap-Alternative ohne Jahresvertrag?
Ja. Streavent lässt sich pro Event buchen: Im Plan Self Service zahlst du 0,90 € pro Teilnehmer ohne Grundgebühr (bis 250 Teilnehmende pro Event), der Plan Pro Event kostet 500 € pro Event plus 0,90 € pro Teilnehmer, ohne Teilnehmergrenze. Sweap selbst bietet laut eigener Preis-FAQ kein Angebot für einzelne Veranstaltungen an.
Welche Sweap-Alternative bringt eigene Check-in-Hardware und Badge-Drucker mit?
Streavent entwickelt als einziger Anbieter im DACH-Vergleich eigene Badge-Drucker, die sich über Mobilfunk (LTE) verbinden und kein WLAN vor Ort brauchen, und bietet Check-in-Geräteverleih, Self-Check-in-Stationen und Smart Gates an. AirLST verleiht vorkonfigurierte Geräte für seine iOS-Check-in-App. Bei Sweap läuft der Namensschild-Druck über die Check-in-App; eigene Hardware oder Geräteverleih listet das Angebot nicht.
Ist Sweap DSGVO-konform?
Ja. Sweap hostet in Deutschland in einem ISO-27001-zertifizierten IBM-Rechenzentrum und positioniert sich klar über Datenschutz. Das ist kein Wechselgrund. Auch Streavent hostet DSGVO-konform in Deutschland. Die Zertifizierung nach ISO 27001 ist in Vorbereitung. Bei beiden Anbietern bist du in Sachen Datenschutz solide aufgestellt.
Sweap oder Streavent: Was ist der Unterschied?
Sweap ist eine Jahreslizenz-Plattform mit Schwerpunkt auf Gästemanagement und Event-Kommunikation. Streavent ist eine All-in-One-Plattform für professionelle Vor-Ort-Events mit 200 bis 5.000 Teilnehmenden, buchbar pro Event oder im Jahresplan, inklusive eigener Hardware, Event-App, Sessions, Lead Scanning und Zertifikaten. Kurz: Sweap organisiert deine Gästeliste und Kommunikation, Streavent zusätzlich den kompletten Eventtag.
Sweap bleibt eine gute Plattform für Teams, die viele einladungsgetriebene Events im Jahresabo fahren und den Schwerpunkt auf Gästelisten und E-Mail-Strecken legen. Die Grenzen zeigen sich dort, wo Events größer werden, vor Ort Technik brauchen oder schlicht nicht in ein Jahreslizenz-Modell passen.
Wenn du eine Sweap-Alternative suchst, die pro Event buchbar ist, eigene Hardware für Badge-Druck und Check-in mitbringt und Teilnehmer-App, Zertifikate sowie SSO ohne Aufpreis enthält, ist Streavent die direkteste Option im DACH-Markt.
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